Kultur

Magensteine, Saurier und jede Menge Pläne

Dr. Oliver Wings ist der „steinreiche“ Neue auf Schloss Friedenstein

Umzugskisten türmen sich vor dem Schreibtisch. An die noch kahle Wand ist ein Zettel gepinnt: „Geologic Time Scale“ – mit Zeitangaben in Dimensionen, die das Hirn des 21. Jahrhunderts nicht sofort erfassen kann. In den Regalen stehen schon ein paar Bücher: „Die Enzyklopädie der Fossilien“, „Lost Land of the Dodo“ oder auch „Geologie und Bergbau in der Antike“. Es sind die Bücher von Dr. Oliver Wings. Er ist der Neue auf Schloss Friedenstein, der es eher mit dem Alten hat. Dem ziemlich Alten: Seit August arbeitet der Wirbeltierpaläontologe bei der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Referat Wissenschaft und Sammlungen.

Die große Resonanz hat die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen

Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner“ ist beendet – Gotha und Weimar zählen mehr als 165.000 Besucher

Am Sonntag, 28. August, haben sich die Türen für die Thüringer Landesausstellung 2016 geschlossen, die die Stiftung Schloss Friedenstein und die Klassik Stiftung Weimar seit dem 24. April unter dem Titel „Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa“ gezeigt hatten. Auf 4000 qm entwarf sie in zwei Städten und an vier Standorten – im Neuen Museum Weimar, im Schlossmuseum Weimar, im Herzoglichen Museum Gotha und auf Schloss Friedenstein –  das Panorama jenes Fürstenhauses, das über 400 Jahre lang die Geschicke des Landes zwischen Reformation und dem Ende der Monarchie lenkte und prägte.

Theaterausstellung aufgebaut und Schauspielerin gesucht

„Theater, Theater“ -  Ausstellung zur Theatergeschichte in Wechmar“
Die Schatzmeisterin des Wechmarer Heimatvereins, Anita Häusner, hat sich in den letzten Tagen einer spannenden Aufgabe gewidmet. Sie durchstöberte die Archive des Vereins und trug alles zusammen, was seit dem Jahr 2000 an Berichten zur Geschichte der Veit-Bach-Festspiele Wechmar sowie des seit drei Jahren veranstalteten Wechmarer Sommertheaters zu finden war.

Knut Kreuch – Theaterdrehbücher sind seine Leidenschaft

Bach-Stammort Wechmar:  Es ist nicht bekannt, ob es in Deutschland noch ein Stadtoberhaupt gibt, das wie Knut Kreuch, in seiner Freizeit für seinen Verein kostenlos und ehrenamtlich Drehbücher für Theaterstücke schreibt. Knut Kreuch, Gothas vielseitig engagiertes Stadtoberhaupt und seit der Gründung vor 34 Jahren Vorsitzender des Wechmarer Heimatverein e.V. tut es seit 2004 aus Leidenschaft. Immer wieder überrascht der kommunale Wahlbeamte mit neuen Ideen, um ganz viele Menschen auf die Theaterbühne zu bringen.

Kulturstiftung Gotha fördert Glocken für Sankt Margarethen

Gothas kirchliches Wahrzeichen ist sicherlich die Margarethenkirche am Neumarkt. Im 15. Jahrhundert erbaut, war ihr Bau so wertvoll, dass bereits 1516 kein Geld mehr vorhanden war. Da kamen die Bürger auf die Idee ein „Martyrspiel“ aufzuführen und mit der Aufführung von „Hölle-Erde-Himmel“ Geld zu sammeln, um die Kirche fertigzustellen. Dieses Projekt gelang, die Kirche wurde fertig und ist seither beliebter Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen.

Kulturstiftung Gotha fördert sechs Projekte in 2017

Kulturstiftung Gotha, das sind 400 Stifterinnen und Stifter im In- und Ausland, die seit zwanzig Jahren mehr als eine Million Euro zusammengetragen haben, um Kunst und Kultur in Gotha zu fördern. Natürlich wird die erfolgreiche Arbeit auch 2017 fortgesetzt, auch wenn die traditionellen Zinseinnahmen einer Stiftung schon lange nicht mehr ausreichen, um Projekte zu fördern.

BEDEUTENDE NEUERWERBUNG IN GOTHA PRÄSENTIERT

Forschungsbibliothek der Uni Erfurt zeigt Sammlung zur Gothaer Hofkultur im 18. Jhd.

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt hat heute auf Schloss Friedenstein eine bemerkenswerte, fast 1.000 Blatt umfassende handschriftliche Sammlung zur Gothaer Hofkultur im 18. Jahrhundert präsentiert, die sie kürzlich aus Privatbesitz erwerben konnte. Es handelt sich um Teile des Nachlasses des Diplomaten und Politikers Christoph Dietrich von Keller (1699–1766), der nach seinen Diensten als württembergischer Gesandter am preußischen Hof und Kaiserlicher Reichshofrat das Schloss Stedten bei Bischleben erbauen ließ, als Wohnsitz nutzte und von 1751 bis 1763 Hofmarschall und Staatsminister im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg war.

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