Kultur

Von „Barockfest“ bis „Schweinkram“ – Gotha zaubert weiter

Die bessere Hälfte?

Der fulminante Thüringentag in Gotha ist vorbei, doch es besteht kein Anlass zu anhaltender Traurigkeit. Auch die zweite Jahreshälfte bietet auf und um den Friedenstein zahlreiche Attraktionen, die Besucher nach Gotha locken werden. In den nächsten Wochen können sich Jung und Alt auf ein umfangreiches Sommerferienprogramm der Museen freuen und auch der Schulanfang birgt keine Schrecken, findet doch am letzten Augustwochenende wieder das strahlende Barockfest auf dem Friedenstein statt. Das Programm ist längst erschienen und sowohl in gedruckter Form als auch im Internet (www.barockfestgotha.de) einsehbar.

ZUR KARTOGRAFIE DES HEILIGEN LANDES

Forschungsbibliothek Gotha der Uni Erfurt unterstützt binationales Projekt am IfL in Leipzig

„Robinson, van de Velde, and German Holy Land Cartography in the mid-19th Century“ ist der Titel eines deutsch-israelischen Projekts zur Palästinakartografie, das jetzt mit einem ersten Workshop am Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) gestartet ist. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Tel-Hai College in Israel werden die Experten in ihrem Forschungsvorhaben zur Kartografie des Heiligen Landes im 19. Jahrhundert die Entwicklung der deutschen Palästinakartografie von 1830 bis 1880 analysieren. Als Kooperationspartner sind auch Mitarbeiter der Sammlung Perthes der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt mit dabei.

Zusätzlich 15 Millionen Euro für national bedeutsame Kulturstätten

Zur heutigen Freigabe der Mittel für das Denkmalschutz-Sonderprogramm 2011 durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Diese zusätzlichen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro ermöglichen es, vor allem dringend erforderliche Restaurierungsmaßnahmen an bedeutenden Kulturdenkmälern finanziell zu unterstützen.

Mein Avatar und ich

Ausstellung von Ergebnissen des Artworks-Contest im Erfurter Kulturforum Haus Dacheröden
Sich selbst als Avatar neu erschaffen, sich in einer fiktiven Computerwelt eine konstruierte Identität geben. Dieser Herausforderung stellten sich 21 Schüler des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums in einem Workshop des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint und der Medienwerkstatt der Thüringer Landesmedienanstalt.
Die Ergebnisse, künstlerische Ausdrucksformen dieser Selbstreflexion der Jugendlichen, sind seit dem 27.06.2011 im Haus Dacheröden als Teil der Ausstellung „Mediale Lebens(s)räume - Realität und Fiktion in der digitalen Gesellschaft" zu sehen.

Schloss Friedenstein Gotha, Hannah–Höch–Kabinett

Für das Schuljahr 2010/11 wurde der Eva Maria Dicken-Jugendkunstpreis erstmalig ausgeschrieben. Gestiftet von dem in Wuppertal lebenden Ehepaar Eva Maria und Engelbert Dicken und gemeinsam mit dem Freundeskreis Schlossmuseum Schloss Friedenstein Gotha e. V. ausgelobt, wird der mit insgesamt 500 Euro dotierte Preis am Freitag, 1. Juli 2011 um 11 Uhr, erstmals verliehen. Ausgangspunkt für die Stifter war die Sammlung von Werken der aus Gotha stammenden Künstlerin Hannah Höch im Schlossmuseum Gotha. Ziel des Preises ist die kreative Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen mit moderner Kunst.

Mumien Durchleuchtet

Mehrschicht-Spiral-Computertomographie einer ägyptischen Mumie aus dem Schlossmuseum Gotha
Am 08. Juni 2010 wurde in der Radiologie des HELIOS Kreiskrankenhauses Gotha (Chefarzt Dr. Lars Jonetz-Mentzel) eine Mumie der Ägyptensammlung des Schlossmuseums Gotha mittels Mehrschicht-Spiral-Computertomographie untersucht. Die Untersuchung der Mumie aus der 22. Dynastie (ca. 945 - 800 vor unserer Zeitrechnung) erfolgte auf Vermittlung des Freundeskreises Schlossmuseum Gotha, nachdem bereits 1999 CT-Untersuchungen von verschiedenen Gothaer Mumien durchgeführt worden waren.

Cranachwerk wieder in Gotha

Brüsseler Spitzen – Cranachwerk wieder in Gotha
Bis zum 23. Januar 2011 waren in einer Kabinettausstellung des Schlossmuseums Gotha fünf Darstellungen flämischer Sprichwörter von Pieter Breughel dem Jüngeren (1564 Brüssel – 1638 Antwerpen) zu sehen. Die kleinformatigen Gemälde (19 x 19 cm) stammten aus dem „Koninklijk Museum voor Schone Kunsten“ in Antwerpen. Sie waren die Gegengabe für das bedeutende Cranach-Gemälde „Christus und Maria (Magdalena)“ aus dem Schlossmuseum

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