Tipps vom Förster: Richtig heizen mit Holz

Kamine und Holzöfen unterliegen schadstoffarmen Betrieb

Erfurt, 26.09.2012: Mit den kommenden Herbsttagen werden für viele Thüringer die Abende am Kaminofen wieder beliebter. Betreiber von Kamin- und Kachelöfen sollten allerdings die schon 2010 in Kraft gesetzten gesetzlichen Regelungen zum schadstoffarmen Betrieb klimaneutraler Wärmeanlagen beachten. Nur mit qualitativ hochwertigem Brennholz, einer modernen Heizungs- oder Ofenanlage und einer sachgerechten Handhabung wird behagliche und gleichzeitig gesetzeskonforme Wärme produziert, ohne das Erdklima zu gefährden. Darauf macht der mit über 200.000 ha Waldfläche größte Brennholzanbieter im Freistaat Thüringen, die ThüringenForst AöR, aufmerksam.
Denn beim richtigen Verbrennen von Naturholz entsteht idealerweise nur Kohlendioxid, Asche und Wasser – sämtlich Naturstoffe. „Wer hingegen mit Lack, Lasur oder Holzschutzmittel behandeltes Holz verbrennt, verursacht die Emission von hochgiftigen Dioxinen und Furanen“, warnt Henrik Harms, Vorstandsmitglied der ThüringenForst AöR. Ebenso verursacht feuchtes Holz durch eine unvollständige Verbrennung Methangas, das 21 mal stärker zur Erderwärmung beiträgt als etwa Kohlendioxid. „Brennholz sollte deshalb durch neun bis zwölfmonatige geschützte Lagerung gut getrocknet sein“, so Harms weiter. Es heizt der richtig, der beim Anheizen seines Ofens schnell hohe Temperaturen erreicht. Am besten durch getrocknetes dünn gespaltenes Anzündholz für eine Grundglut sorgen und dann schnell größere Scheite nachlegen. Kaminöfen haben Stellregel, um für ausreichend Verbrennungsluft zu sorgen, und die braucht ein gutes Feuer. Lieber häufiger kleine Mengen nachlegen, als etwa den Ofen voll zu packen. Ansonsten entstehen zu viel Verbrennungsgase, die wiederum mehr Schadstoffe aussenden. Eine gute Verbrennung hinterlässt feine weiße Asche. Schlecht sind dunkle Rußablagerungen im Ofen oder dunkler Holzrauch und übermäßig viel Ruß im Kamin. Spätestens der Schornsteinfeger erkennt diese Probleme und legt im schlimmsten Fall die Feuerungsanlage still. Sorglos verbrannt werden kann neben Naturholz auch 
Rinde, Reisig, Zapfen, Sägemehl, Späne oder Holzpellets. Wer diese wenigen Tipps beachtet, erreicht nicht nur komfortabel die gewünschte Wärme, sondern erfüllt mühelos die geforderten gesetzlichen Standards.
 
Foto HAF: Richtiges Heizen mit Holz ist eine saubere Sache: Im Kamin wie auch im Wohnzimmer.
 
 
 
 

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