„Kein Lagerfeuer mehr an den Schlossteichen in Schwarzhausen“

Pressemitteilung zum Artikel „Kein Lagerfeuer mehr an den Schlossteichen in Schwarzhausen“
(Amtsblatt Waltershausen Nr. 12/2015)

Nicht nur der im Betreff genannte Artikel im Amtsblatt zeigt mir, dass die rasche Eingemeindung der Ortsteile Schwarzhausen, Schmerbach, Fischbach und Winterstein in die Stadt Waltershausen leider ein ungleiches Spiel ohne wirkliche Bürgerbeteiligung war und ist.

Ich selbst bin auf einem Dorf bei Weimar aufgewachsen und fahre auch heute noch (mit den Kindern) gern zum „großen“ Feuer, das dort mehrmals im Jahr stattfindet. Natürlich wird dort auch etwas Gartenverschnitt verbrannt, vor allem aber trifft man alte Bekannte und die Kinder spielen rund um das Feuer. Die Feuerwehr, der ich dort viele Jahre aktiv war, ist natürlich zur Absicherung vor Ort. Wir freuen uns immer auf diese kleinen Veranstaltungen, die schon unsere Eltern und Großeltern erleben durften.
In Waltershausen gibt es nichts Vergleichbares, sodass sich die Stadt glücklich schätzen könnte, wenn in den neuen Ortsteilen Traditionen solcher Art erhalten werden. Stattdessen spricht man im eigenen Amtsblatt von „Müllsündern“ und maßregelt seine eigenen Bürger, indem Genehmigungen verweigert und die Einwohner ihrer Tradition beraubt werden sollen.
Mir zeigt wiedermal beispielhaft, dass die ehemals bürgerlichen Parteien sich immer weiter hinter eigene Gesetze verschanzen anstatt mit den eigenen Bürgern in den Dialog zu treten. Aus meiner Sicht ist es ein gefährlicher Weg, Entscheidungen immer weniger im Sinne der Einwohner zu fällen, sondern vielmehr ländliche Traditionen nach und nach zu verbieten. Kein Einwohner anderer Ortschaften oder Ortsteile wird sich ernsthaft daran stören, wenn sich die Schwarzhäuser für ihr Lagerfeuer entscheiden und damit vielleicht eine schöne Tradition bewahren! Nebenbei bemerkt: Auch die Begeisterung für den späteren Dienst in der örtlichen Feuerwehr sollte man nicht unterschätzen.
Vielen Dank, Christian Döbel