Nicht mit Badelatschen oder barfuß ans Steuer

Sommer, Sonne, Strand und Meer – endlich, der Urlaub ist da. An heißen Urlaubstagen oder für die Fahrt zum Baden steigen einige Autofahrer etwas zu leger hinters Steuer. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen rät dringend davon ab, mit Badelatschen oder gar barfuß Auto zu fahren. Bei einer Gefahrenbremsung kann der Fahrer möglicherweise vom Brems- oder Kupplungspedal abrutschen. Bei einem Unfall droht dann eine Mitschuld.

 

In der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist zwar nicht konkret geregelt, mit welchem Schuhwerk Autofahrer hinterm Steuer sitzen dürfen, auch das Barfußfahren oder Fahren mit losen Schuhen wie Badesandalen ist nicht explizit verboten. Allerdings raten die Verkehrsexperten des TÜV Thüringen dringend davon ab. „Gerade bei einer Gefahrenbremsung kann der Fahrer den nötigen Halt am Brems- oder Kupplungspedal verlieren und abrutschen. Ein gefahrloses Anhalten wäre dann im Zweifel nicht mehr gegeben. Im Falle eines Unfalls droht zumindest eine Mitschuld“, warnt Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen.

 

Auch wenn bei einer Verkehrskontrolle nicht zwingend ein Bußgeld droht, sieht Unfallexperte Leser hierbei klar einen Verstoß gegen die Sorgfaltsplicht beim Führen eines Kraftfahrzeugs. Das sehen Versicherungen im Schadenfall ähnlich. Der gegnerische Versicherer könnte eine Teilschuld fordern und die eigene Assekuranz sogar Kasko-Leistungen verweigern.

 

Achmed Leser empfiehlt im Sommer, anstelle von Badelatschen oder barfuß am Steuer lieber auf einen leichten aber fest verschließbaren Schuh, der genügend Halt bietet, auszuweichen. „Auch das Fahren mit High Heels kann Gefahren bergen. Durch die gestreckte Fußhaltung kann die Fahrerin im Falle eines Bremsmanövers mit den hochhackigen Absätzen nicht genügend Druck vom Fußballen auf die Pedale übertragen. Eine weitere Gefahr birgt das Wegrutschen aufgrund der oftmals zu kleinen Auflagefläche oder gar das Verhaken der Schuhe mit dem Pedal“, erläutert Leser.