Die Freude am mobilen Tourismus wächst zusehends

Allein bis Juli diesen Jahres wurden in Deutschland über 16% mehr Wohnmobile und Wohnanhänger mehr zugelassen als im Jahr 2015. Bis zum Ende des Jahres schätzt der Caravaning Industrie Verband den Zuwachs sogar auf 20% gegenüber dem Vorjahr.
Der Stadtrat Waltershausen hat diese Entwicklung bereits im Frühjahr erkannt und einen Antrag der Fraktion SPD/ Bündnis 90 - Die Grünen über die erstmalige Schaffung von Caravanstellplätzen im Stadtgebiet und den Ortsteilen, bestätigt. "Trotz der breiten Zustimmung, ging es dann doch nicht so schnell wie von uns erwünscht." so Marco Wölk der Vorsitzende der rot/grünen Fraktion. Dem Antrag an die Stadtverwaltung lagen bereits konkrete Vorschläge für eventuelle Stellplätze vor. Diese wurden von der Fraktion in Zusammenarbeit mit den Ortsteilbürgermeistern und Bürgern der Stadt erarbeitet. 
"Am kommenden Dienstag werden wir mit unserem Ansinnen aber ein großes Stück weiterkommen." erläutert Wölk weiter. 
Der Sozialausschuss wird sich mit dem Thema beschäftigen und ein vom Leiter der Stadtbetriebe Hoyni erarbeitetes Konzept beraten. 
"Gerade für Tagestouristen sind unkomplizierte Stellplätze für Wohnmobile wichtig. Bei der Planung einer längeren Reise, müsse man bestimmte Tagesziele einplanen." so der 46 jährige Fraktionsvorsitzende. "Auf diese Weise bin ich
letztes Jahr mit einem 40 Jahre alten Qek-Junior bis nach Istanbul gereist."
Waltershausen kann mit seinen vielfältigen Freizeitangeboten durchaus auch vom Tourismus profitieren. Zu nennen sind hier das Freizeitzentrum mit Freibad, Sauna und Eisbahn ebenso wie das Schloss Tenneberg, die GutsMuths Gedächtnishalle in Schnepfenthal oder die Bergbühne im wunderschönen Emsetal. Dessen ist sich die rot/grüne Stadtratsfraktion sicher.
Neben Einzelstellplätzen ohne Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, kann sich die grüne Stadträtin Tamara Scheffel, welche Mitglied im Bau/Umweltausschuß ist, auch einen größeren Campingplatz für Wohnmobile vorstellen. Vorbild hierfür wäre der ehemals vom ADMV Betriebene in Langenhain. Hierzu müssten aber vorerst definitiv Bedarfsermittlungen sowie Prüfungen hinsichtlich der Belastung der Umwelt sowie gegebenenfalls der Anwohner angestrengt werden.