Freiwillige Floriansjünger 2016 abermals sehr gefragt

Kameradinnen und Kameraden leisteten rund 3.100 Einsatzstunden

Erneut oft gefragt waren die freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männer der Region im vergangenen Jahr. Die Statistik des Kreisbrandschutzamts weist – exklusive der städtischen Wehren Gothas, die eine eigene Auswertung vornehmen – für 2016 nicht weniger als 388 (219) Brandeinsätze aus sowie 636 (466) Anforderungen zur Hilfeleistung, die sich von Unfällen über das Beräumen von Sturmschäden bis hin zur Beseitigung gefährlicher Insekten erstreckt.

Eine stattliche Anzahl von Alarmierungen, wenngleich 2016 im Rückblick, ähnlich wie 2015, keine besonderen Einsatzlagen wie Hochwasser oder Serienbrände zu bieten hatte. 2015 halfen die Floriansjünger bei 219 Bränden und 466 Hilfeleistungseinsätzen. „Allen Frauen und Männern in den Einsatzabteilungen gebührt großer Dank und breite Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement im Brandschutz“, sagt Landrat Konrad Gießmann. Schließlich opferten die Feuerwehren Arbeits- und Freizeit für ihre selbstlose Hilfe. Wie unverzichtbar diese ist, lässt sich in Zahlen belegen: Insgesamt 97 Menschen wurden von den Freiwilligen bei Brand- oder Hilfeleistungseinsätzen im vergangenen Jahr gerettet.

Brand der Produktionshalle in Hörselgau bleibt im Gedächtnis

Bei den Brandeinsätzen kristallisierten sich zehn (2015: vier) Ereignisse als Großbrände heraus. Weitere 107 (Vorjahr: 64) Vorfälle wurden als Kleinbrände, 23 (zehn in 2015) als Mittelbrände klassifiziert. In Erinnerung geblieben ist vor allem das Feuer bei dem Unternehmen Agor im Hörselgauer Gewerbegebiet zu Jahresbeginn. Die meisten Brandereignisse fanden 2016 in Wohngebäuden statt (87-mal), gefolgt von den heimischen Betrieben (57 Einsätze).
Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen wurden die Freiwilligen gleich 111-mal zu Einsätzen in Verbindung mit Sturm- oder Wasserschäden gerufen; bei 94 Anforderungen ging es um die Beseitigung von Insekten oder den Umgang mit entlaufenen Tieren. Bei Verkehrsunfällen leisteten die Floriansjünger 174-mal Hilfe.
Falsche Alarme kamen ebenfalls vor: Fünfmal wurden die Einsatzkräfte aus nachweislich böswilligen Motiven angefordert (2015: ebenfalls fünf); in 49 Fällen (2015: 76) entpuppte sich die Alarmierung aus anderen Gründen als überflüssig.

Insgesamt erbrachten die Mitglieder der freiwilligen Wehren des Landkreises 2016 bei der Brandbekämpfung und Hilfeleistung 3.123 (2015: 1.702) Einsatzstunden.