Ein deutliches Zeichen gesetzt

Mit über 2300 Unterschriften im Gepäck kamen heute Vertreter der Gemeinden Drei Gleichen und Günthersleben-Wechmar in den Thüringer Landtag, um dem Innenausschuss eine Petition für den Zusammenschluss beider Gebiete zu überreichen. Die von der Landesregierung angekündigte Freiwilligkeitsphase haben beide Gemeinden genützt.

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wird bereits heute eng zusammengearbeitet, wie beispielsweise im Schulwesen oder dem öffentlichen Personennahverkehr. Auch über die im Vorschaltgesetz festgelegte Einwohnerzahl von 6.000 im Jahr 2035 würde dieser Zusammenschluss verfügen. Für Jörg Kellner, den direkt gewählten Landtagsabgeordneten der Region ist daher klar, dass man nun Seitens der Landesregierung Farbe bekennen muss. „Mit dem Entschluss zur Klage gegen das Volksbegehren hat die Landesregierung ihre Glaubwürdigkeit bezüglich Bürgerwille eigentlich bereits verspielt. Doch hier bietet sich nun die Gelegenheit einer Schadensbegrenzung. Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung diese Chance nicht auch verstreichen lässt“, so der CDU-Abgeordnete.
In einem Gespräch mit Vertretern des Innenausschuss haben die Petenten, unter ihnen der Bürgermeister von Drei Gleich Jens Leffler und der Bürgermeister von Günthersleben-Wechmar Frank Ritter, die Argumente für ihr Ansinnen dargelegt. Insbesondere die vielfach bereits praktizierte Zusammenarbeit sehen sie durch drohende Eingemeindung nach Gotha bzw. nach Neudietendorf gefährdet. Dabei ist für Kellner klar, dass mit Eingemeindung nach Gotha die positive Entwicklung des Gebietes nachhaltig gestört wird. „Die Menschen im ländlichen Raum haben auch ein Anrecht auf positive Entwicklung ihrer Region. Es wird Zeit, dass die Landesregierung dies wahrnimmt und den ländlichen Raum nicht gegen die Interessen der Städte ausspielt“, formuliert Kellner seine Befürchtungen. Mit einer Entscheidung kann die Landesregierung diese zerstreuen – es liegt an ihr.