„Vollkommenheit in feinster Gravüre – Antike Gemmen um 1760“ Sonderausstellung zum 300. Geburtstag Winckelmanns

19. Februar bis 9. April 2017 - Herzogliches Museum Gotha, Ausstellungskabinett

2017 jährt sich der Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann zum 300. Mal. Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, dem Archäologen, der auch als Begründer der Kunstgeschichte gilt, eine Kabinettausstellung zu widmen: „Vollkommenheit in feinster Gravüre – Antike Gemmen um 1760“ wird vom 19. Februar bis zum 9. April 2017 im Ausstellungskabinett des Herzoglichen Museums zu sehen sein. Sie reiht sich in eine Vielzahl von nationalen und internationalen Projekten zum Gedenken an den großen Archäologen (1717 – 1768) ein.

Die Ausstellung zeigt Gemmen aus acht Jahrhunderten römischer und sāsanidischer Steinschneidekunst, die durch Lupen betrachtet werden können und das Thema so für den Besucher anschaulich machen. Lichtkästen und eine Medienstation präsentieren zudem Gemmen im Großformat. Wie die Steine ursprünglich, vor ihrer Bearbeitung ausgesehen haben, veranschaulichen einige Rohedelsteine.

Die Schau widmet sich darüber hinaus Winckelmanns Gemmenforschung zur antiken Stilentwicklung und zeigt in diesem Zusammenhang auch die Stellung des Gothaer Hofes zur Gemmenkunst anhand zeitgenössischer Archivalien auf. Hierzu zählt beispielsweise der Briefverkehr, der zwischen Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg und seinem Kunstagenten in Rom, Johann Friedrich Reiffenstein, überliefert ist. Außerdem veranschaulichen einige Gemmen aus Goethes Besitz – als Spiegel des zeitgenössischen Kunsttransfers –den geistigen Austausch Ernsts II. mit dem Dichterfürsten zur Gemmenkunst.

Die Sonderausstellung zu Ehren Winckelmanns konnte mit ihren Objekten aus den reichen Beständen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha schöpfen. Wesentlich bereichert wird sie durch wertvolle Leihgaben aus der Forschungsbibliothek Gotha, dem Thüringischen Staatsarchiv Gotha und der Klassik Stiftung Weimar, die sehr zuvorkommend und unproblematisch zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben.

„Vollkommenheit in feinster Gravüre – Antike Gemmen um 1760“ wird am Samstag, 18. Februar 2017, um 14 Uhr in Ausstellungskabinett des Herzoglichen Museums eröffnet werden. Es begrüßt Dr. Timo Trümper, stellvertretender Direktor Wissenschaft und Sammlungen, eine Einführung in die Ausstellung wird Uta Wallenstein geben, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung.

1) Wagenrennen im Circus Maximus, 1. Jahrhundert n. Chr., Honigfarbener Karneol